Der bärlauch-risotto erobert im frühling die küchen und begeistert mit seinem intensiven knoblaucharoma, das deutlich milder ausfällt als bei seiner scharfen verwandten knolle. Dieses cremige reisgericht vereint die klassische italienische zubereitungsart mit der würzigen frische des wilden knoblauchs und lässt sich in nur 20 minuten auf den tisch bringen. Wer nach einem schnellen frühlingsrezept sucht, das sowohl alltagstauglich als auch raffiniert genug für gäste ist, findet hier die perfekte lösung. Die kombination aus zartem risotto-reis, aromatischem bärlauch und cremigem parmesan macht dieses gericht zu einem kulinarischen höhepunkt der saison, der sowohl anfänger als auch erfahrene hobbyköche überzeugt.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. die brühe vorbereiten
Die gemüsebrühe in einem separaten topf erhitzen und bei niedriger temperatur warm halten. Dies ist wichtig, damit der reis gleichmäßig gart und die temperatur beim hinzufügen nicht abfällt. Eine warme brühe sorgt dafür, dass das risotto seine cremige konsistenz entwickelt, ohne dass die stärke zu schnell austritt.
2. zwiebel und knoblauch anschwitzen
Die zwiebel und knoblauchzehe fein hacken. In einem großen topf mit schwerem boden olivenöl und die hälfte der butter bei mittlerer hitze erhitzen. Zwiebel und knoblauch darin glasig dünsten, ohne dass sie farbe annehmen. Dieser vorgang dauert etwa 2 bis 3 minuten und bildet die aromatische basis für das gesamte gericht.
3. reis anrösten
Den risotto-reis hinzufügen und unter ständigem rühren etwa 2 minuten anrösten, bis die reiskörner leicht glasig werden und einen nussigen duft verströmen. Dieser schritt wird tostatura genannt und sorgt dafür, dass die reiskörner ihre form behalten und nicht zu weich werden. Die körner sollten die fettschicht vollständig aufnehmen.
4. mit wein ablöschen
Den weißwein angießen und unter rühren köcheln lassen, bis die flüssigkeit fast vollständig vom reis aufgenommen wurde. Der alkohol verdunstet dabei, während die säure des weins dem gericht eine angenehme frische verleiht. Dieser vorgang dauert etwa 2 minuten und intensiviert das aroma erheblich.
5. brühe schrittweise zugeben
Nun beginnt das eigentliche risotto-kochen: eine schöpfkelle warme brühe zum reis geben und unter regelmäßigem rühren köcheln lassen, bis die flüssigkeit aufgenommen ist. Diesen vorgang wiederholen, bis der reis al dente ist, also noch einen leichten biss hat, aber cremig umhüllt ist. Dies dauert etwa 15 bis 18 minuten. Das ständige rühren setzt die stärke frei und macht das risotto schön cremig.
6. bärlauch vorbereiten
Während der reis gart, den bärlauch gründlich waschen, trocken tupfen und in feine streifen schneiden. Etwa ein drittel des bärlauchs beiseite legen für die dekoration. Die intensive grüne farbe und das würzige aroma machen den bärlauch zum star dieses gerichts.
7. bärlauch einrühren
Wenn der reis die gewünschte konsistenz erreicht hat, zwei drittel des geschnittenen bärlauchs unterrühren und etwa 1 minute mitgaren lassen. Der bärlauch sollte nicht zu lange erhitzt werden, damit er seine leuchtend grüne farbe und sein frisches aroma behält. Bei zu langer hitzeeinwirkung würde er braun und bitter werden.
8. mantecatura durchführen
Den topf vom herd nehmen und die restliche butter sowie den geriebenen parmesan einrühren. Diesen vorgang nennt man mantecatura, das cremig-rühren, das dem risotto seine typische sämige konsistenz verleiht. Kräftig rühren, damit sich butter und käse gleichmäßig verteilen und eine glänzende, cremige masse entsteht.
9. würzen und anrichten
Das risotto mit salz, frisch gemahlenem pfeffer und einer prise muskatnuss abschmecken. Auf vorgewärmte teller verteilen und mit dem restlichen frischen bärlauch garnieren. Sofort servieren, denn risotto wartet nicht und verliert schnell seine perfekte konsistenz.
Tipp vom Chefkoch
Ein perfektes risotto erkennt man an der onda, der welle: wenn man den topf leicht schwenkt, sollte das risotto wellenförmig fließen. Falls das risotto zu fest wird, einfach noch etwas warme brühe unterrühren. Der bärlauch kann auch teilweise durch einen mixer püriert werden, um eine noch intensivere grüne farbe zu erzielen. Wer keinen frischen bärlauch findet, kann notfalls auf bärlauch-pesto zurückgreifen, sollte dann aber die salzmenge reduzieren. Das risotto lässt sich hervorragend mit gerösteten pinienkernen oder gehackten walnüssen verfeinern, die kurz vor dem servieren darüber gestreut werden. Wichtig ist, den parmesan erst ganz zum schluss unterzurühren, wenn der topf nicht mehr auf dem herd steht, damit der käse nicht klumpt.
weinbegleitung für bärlauch-risotto
Zu diesem frühlingshaften risotto passt hervorragend ein leichter, frischer weißwein mit lebendiger säure. Ein sauvignon blanc aus dem friaul oder südtirol harmoniert perfekt mit dem würzigen bärlaucharoma und unterstreicht die frische des gerichts. Alternativ eignet sich ein grüner veltliner aus österreich, dessen pfeffrige note die knoblauchnuancen des bärlauchs wunderbar ergänzt. Wer es lieber italienisch mag, greift zu einem pinot grigio oder einem verdicchio, die beide durch ihre mineralität und frische das cremige risotto ausbalancieren. Die trinktemperatur sollte bei 8 bis 10 grad celsius liegen, damit die aromen optimal zur geltung kommen.
Zusätzliche Info
Der bärlauch (allium ursinum) gehört zur familie der lauchgewächse und wächst wild in schattigen, feuchten laubwäldern europas. Sein name leitet sich vermutlich davon ab, dass bären nach dem winterschlaf die würzigen blätter fressen, um ihren stoffwechsel wieder in schwung zu bringen. Die bärlauch-saison ist kurz und dauert nur von märz bis mai, bevor die pflanze blüht und ihre blätter an aroma verlieren. In dieser zeit wird das wildkraut traditionell in der alpinen und mitteleuropäischen küche verwendet. Risotto selbst stammt aus der poebene norditaliens, wo seit dem 15. jahrhundert reis angebaut wird. Die kombination aus italienischem risotto und mitteleuropäischem bärlauch ist eine moderne fusion, die die besten elemente beider kulinarischer traditionen vereint. Bärlauch enthält viele vitamine und mineralstoffe, darunter vitamin c, eisen und magnesium, und wirkt verdauungsfördernd. Beim sammeln von wildem bärlauch ist jedoch vorsicht geboten, da er leicht mit den giftigen maiglöckchen oder herbstzeitlosen verwechselt werden kann. Der charakteristische knoblauchgeruch beim zerreiben der blätter ist das sicherste erkennungsmerkmal.



