Rüblikuchen ohne Mehl, saftig und in 40 Minuten fertig – auch Kinder lieben ihn

Rüblikuchen ohne Mehl, saftig und in 40 Minuten fertig – auch Kinder lieben ihn

Der Rüblikuchen ohne Mehl erobert seit Jahren die Herzen von Familien in der gesamten Schweiz und darüber hinaus. Dieser saftige Karottenkuchen verzichtet komplett auf Weizenmehl und überzeugt dennoch mit einer unglaublich fluffigen Konsistenz. In nur 40 Minuten steht dieser köstliche Kuchen auf dem Tisch – eine wahre Rettung für alle, die spontan Besuch erwarten oder einfach Lust auf etwas Süßes haben. Besonders Kinder lieben die natürliche Süße der Karotten und die zarte Textur, die durch gemahlene Mandeln entsteht. Dieser Kuchen ist nicht nur glutenfrei, sondern auch reich an Vitaminen und Ballaststoffen. Die Zubereitung gelingt selbst Backanfängern mühelos, und das Ergebnis begeistert garantiert die ganze Familie.

15

25

facile

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Diese Temperatur ist wichtig, damit der Kuchen gleichmäßig durchbackt und eine schöne goldene Farbe erhält. Während der Ofen aufheizt, eine Springform von etwa 24 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen. Das Backpapier verhindert, dass der Teig am Boden kleben bleibt und erleichtert später das Herauslösen des Kuchens.

2.

Die Karotten gründlich waschen und schälen. Anschließend mit einer feinen Küchenreibe raspeln. Die Karotten sollten sehr fein geraspelt sein, damit sie sich gut im Teig verteilen und der Kuchen schön saftig wird. Etwa 300 g geraspelte Karotten ergeben die perfekte Menge für diesen Kuchen. Die geraspelten Karotten in eine Schüssel geben und beiseite stellen.

3.

Die Eier trennen. Das Eigelb kommt in eine große Rührschüssel, das Eiweiß in eine separate, fettfreie Schüssel. Zum Eigelb den Zucker hinzufügen und mit dem Handrührgerät etwa 3 Minuten lang cremig aufschlagen. Die Masse sollte hell und luftig werden. Diese Technik nennt man aufschlagen, dabei wird Luft in die Masse eingearbeitet, was den Kuchen später locker macht.

4.

Die gemahlenen Mandeln, das Backpulver, den Zimt, eine Prise Salz, den Zitronensaft und den Vanilleextrakt zur Eigelbmasse hinzufügen. Alles gut miteinander verrühren, bis eine homogene Masse entsteht. Dann die geraspelten Karotten unterheben. Die Masse wird jetzt relativ fest sein, aber das ist völlig normal.

5.

Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Dafür das Handrührgerät auf höchster Stufe laufen lassen, bis das Eiweiß feste Spitzen bildet. Wenn man die Schüssel umdreht, sollte das Eiweiß nicht herausfallen. Dieser Schritt ist entscheidend für die Luftigkeit des Kuchens. Das steife Eiweiß vorsichtig unter die Karottenmasse heben. Dabei mit einem Teigschaber von unten nach oben arbeiten, damit die Luftbläschen nicht zerstört werden.

6.

Den Teig in die vorbereitete Springform füllen und glatt streichen. Die Form in den vorgeheizten Backofen schieben und etwa 25 Minuten backen. Nach 20 Minuten die Stäbchenprobe machen: ein Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens stechen. Wenn kein Teig mehr daran kleben bleibt, ist der Kuchen fertig. Falls noch feuchter Teig am Stäbchen haftet, weitere 5 Minuten backen.

7.

Den fertigen Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Das Auskühlen auf einem Gitter ist wichtig, damit die Unterseite nicht feucht wird. Wenn der Kuchen vollständig ausgekühlt ist, mit Puderzucker bestäuben. Dafür den Puderzucker durch ein feines Sieb auf den Kuchen streuen, so verteilt er sich gleichmäßig.

Helene

Tipp vom Chefkoch

Für eine besonders saftige Konsistenz die geraspelten Karotten nicht auspressen. Die natürliche Feuchtigkeit der Karotten macht den Kuchen wunderbar saftig. Wer möchte, kann dem Teig auch 50 g gehackte Walnüsse oder Haselnüsse hinzufügen – das gibt eine interessante Textur und einen nussigen Geschmack. Der Kuchen lässt sich hervorragend einen Tag im Voraus backen und wird über Nacht sogar noch saftiger. In einer Kuchendose aufbewahrt bleibt er bis zu 4 Tage frisch. Für eine festlichere Variante kann man den Kuchen mit einer Frischkäse-Zitronenglasur überziehen: dafür 200 g Frischkäse mit 100 g Puderzucker und dem Saft einer halben Zitrone verrühren und auf dem ausgekühlten Kuchen verstreichen.

Die perfekte Begleitung zum Rüblikuchen

Zu diesem saftigen Karottenkuchen passt hervorragend ein frisch gebrühter Kaffee oder ein aromatischer Schwarztee. Die leichte Bitterkeit des Kaffees bildet einen wunderbaren Kontrast zur Süße des Kuchens. Für Kinder empfiehlt sich ein Glas kalte Milch oder ein warmer Kakao. An warmen Sommertagen harmoniert der Kuchen auch ausgezeichnet mit einem Glas Eistee oder einer Zitronenlimonade. Die Frische der Zitrone unterstreicht die natürliche Süße der Karotten und macht das Geschmackserlebnis noch intensiver. Für besondere Anlässe kann man auch einen süßen Dessertwein servieren, der die Aromen des Zimts und der Mandeln unterstreicht.

Zusätzliche Info

Der Rüblikuchen, auch bekannt als Karottenkuchen oder im englischsprachigen Raum als Carrot Cake, hat seine Wurzeln in der Schweiz, wo er zu den beliebtesten traditionellen Gebäcken zählt. Ursprünglich wurde er im Aargau erfunden und hat sich von dort aus in der ganzen Schweiz und darüber hinaus verbreitet. Die Verwendung von Karotten in Backwaren geht auf Zeiten zurück, in denen Zucker knapp und teuer war – die natürliche Süße der Karotten diente als Ersatz. Während des Zweiten Weltkriegs erlebte der Karottenkuchen eine Renaissance, da Mehl und Zucker rationiert waren. Die gemahlenen Mandeln oder Nüsse ersetzten das Mehl, und die Karotten sorgten für Süße und Feuchtigkeit. Heute ist der Rüblikuchen ein Symbol für bewusste Ernährung, da er glutenfrei zubereitet werden kann und durch die Karotten reich an Beta-Carotin ist, einer Vorstufe von Vitamin A. Der Kuchen vereint traditionelles Handwerk mit modernen Ernährungstrends und beweist, dass gesunde Zutaten und köstlicher Geschmack sich nicht ausschließen müssen.

Drucken